Die
Chronik der Abteilung Volleyball (1972 - 1980)
Aller
Anfang ist schwer ...
Die
Olympischen Sommerspiele 1972 in München brachten
dem deutschen Volleyballsport einen enormen Aufschwung. Es verwundert
daher nicht, dass auch die Geburtsstunde des Volleyballs
in Bad Berleburg in dieses Jahr fällt.

Inspiriert
von den faszinierenden Fernsehbildern aus München wagte der
damalige Konrektor der Grundschule "Am Burgfeld", Bernhard
Bendfeldt, den Sprung ins kalte Wasser. Er gründete die
erste Volleyballmannschaft auf Wittgensteiner Terrain und legte
damit den Grundstein für einen stetigen Aufwärtstrend.
Seine entscheidende Pionierarbeit bleibt uns unvergessen.

Anfangs
bestand die Gilde der Volleyballer aus einer kleinen, überschaubaren
Gruppe, die der Abteilung Turnen zugeordnet war. Die Startbedingungen
in Bad Berleburg waren nahezu ideal: Eine große Halle,
ausreichend Bälle, Netze und was sonst noch dazu gehörte.
Erste Spielerfahrungen sammelten die VfL-Volleyballer
in den Gaurundenspielen des Siegerland-Turngaus. Es war
schon recht abenteuerlich, unter welchen Bedingungen in den
siebziger Jahren die Punktrunden abliefen: Man bückte sich
unwillkürlich, wenn man die engen und niedrigen Hallen,
auch "Dackelgaragen" genannt, betrat.

Der
1. Schiedsrichter musste sich nicht selten als alpiner Kletterkünstler
erweisen, da die Fensterbank der einzige Platz war, wo er das
Spielgeschehen "ordnungsgemäß" leiten konnte,
während der 2. Schiedsrichter sich im Geräteraum verbarrikadieren
musste und kaum Sichtkontakt zu seinem "Chef" hatte.
Es war alles noch nicht so perfektioniert und reglementiert wie
heutzutage, doch allen Beteiligten hat die Volleyball-"Steinzeit"
jede Menge Spaß bereitet ...

Gerd
Gerhard, das Motivationstalent ...
Nach
dem tragischen Tod von Bernhard Bendfeldt im Jahre 1977
hielt zwischenzeitlich Fritz Backofen das Zepter bei den
Volleyballern in der Hand.
Anschließend leitete Ulla Belz die Übungsgruppe,
ehe Gerd Gerhard die Regie übernahm. In der Zwischenzeit
war an der Hauptschule der Beschluss gefasst worden, die Sportart
Volleyball mit Priorität zu unterrichten. Dem fügte
sich der "Vollblut"-Fußballer Willi Dickel
zunächst etwas unwillig, stieß dann jedoch zur Männermannschaft,
um die nötigen Grundlagen zu erwerben.
Ein
regelrechter Volleyball-"Boom" setzte dann 1978
ein, das Verdienst von Gerd Gerhard, der es verstand, mit viel
Engagement den Nachwuchs zu motivieren. Der Grundstein für
den steilen Aufwärtstrend war damit gelegt worden, die Erfolgsstory
begann.
Unter der Leitung des Volleyball-"Gurus" Gerd Gerhard
nahmen ab der Saison 1978/79 erstmals eine Damen-,
eine Herren- sowie zahlreiche Jugendmannschaften am offiziellen
Spielbetrieb des Westdeutschen Volleyballverbandes (WVV) teil.
Um die junge, aufstrebende Sportart in Bad Berleburg noch populärer
zu machen, nutzte Gerd Gerhard seine "connections":
Gemeinsam mit Bruder Hans-Jürgen, der seinerzeit bei dem
einstigen deutschen Renommierclub VBC Paderborn aktiv war,
wurde ein Volleyball-Demonstrationsspiel gegen den damaligen
Deutschen Meister und Pokalsieger, USC Gießen, arrangiert
- das erste Volleyball-"Highlight" in der Berleburger
Stöppelhalle; weit mehr als 300 Zuschauer wurden in den Bann
der magischen, weißen Lederkugel gezogen.
Auf die VfL-Volleyballer wirkten sich die dargebotenen Kabinettstückchen
der wahren "Cracks" äußerst positiv aus:
Das Leistungsniveau konnte zwar nicht erreicht werden, dafür
gelang jedoch der erste Aufstieg ...

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